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Aktuelle Lage Geflüchteter

Kommentar

Es ist ein Witz! Wird es diesen Politikern nicht langsam peinlich? Da erklären sich Städte bereit, zusätzlich Geflüchtete aufzunehmen und erhalten als Antwort die seit Jahren gleiche, lächerliche Ausrede, dass wir eine europäische Lösung bräuchten. 

Es ist absurd, seit Jahren gibt es keine europäische Lösung und es wird auch keine geben. Und genau dass wissen die verantwortlichen Politiker auch ganz genau. Sie schieben die Verantwortung einfach auf Europa, in dem Wissen, dass nichts passieren wird, frei nach dem Motto, ein Bisschen machen wir schon und für den Rest sind andere verantwortlich? 

Natürlich wäre eine europäische Lösung großartig, aber die Hoffnung liegt schon viele Jahre lang begraben, dass es jemals soweit kommen wird. 

Natürlich kann man damit kommen, dass wir europäische Lösungen brauchen. Wenn man dann aber weiß, dass unter Anderem die eigene Partei immer dagegen stimmt, ist das nichts weiter als leeres Gerede. 

NRW will in der nächsten Zeit insgesamt 14 Minderjährige aufnehmen. Das ist natürlich wunderbar für diese 14 Kinder und Jugendlichen und ich freue mich auch für sie. Aber 14? Nordrhein-Westfalen schafft es nicht, mehr als 14 Menschen in Not aufzunehmen? Ernsthaft?

Wie sehen denn die bisherigen „Erfolge“ im Sinne einer gemeinsamen Lösung Europas aus?

Maßlos überfüllte Lager an den europäischen Grenzen, unzählige Menschen werden dort eingepfercht und warten teilweise seit Jahren auf ihr, ihnen völkerrechtlich zustehendes Asyl. In den Lagern mangelt es an Wasser, an Nahrung, Medizin, Privatsphäre. die Menschen haben noch immer keine Duschen und es mangelt ebenso an Toiletten. Die Unterkünfte der Menschen sind menschlich gesehen eine absolute Schande. Das „alte Moria“ war schon unzumutbar! Im neuen Lager ist nichts besser gemacht worden. Das neue Lager liegt direkt am Meer, wir stehen kurz vorm Winter, seit vier Tagen herrscht sehr starker Wind. Die Zelte sind überhaupt nicht witterungsfest. Den Frauen, Männern und Kindern steht ein gefährlicher Winter bevor. Das neue Lager liegt auf einem ehemaligen Übungsgelände des Militärs, auf dem wahrscheinlich noch Munition herum liegt und der Boden vergiftet ist. Dort spielen Kinder!

Die Menschen werden nicht ansatzweise behandelt, wie man Menschen behandeln sollte, als ob sie es nicht wert wären. Diese Ungleichbehandlung von Menschen wirkt wie Rassismus! 

Während vor einigen Monaten der Tourismus auf Lesbos wieder hochgefahren wurde, blieb das Camp gesperrt. Eine Ausgangssperre sorgte dafür, dass sich die Menschen nicht bewegen konnten. Zu dem Zeitpunkt gab es keine Corona-Fälle im Lager. 

Das sind die bisherigen „Erfolge“ Europas! Es ist absolut unerträglich! Europa ist Friedensnobelpreisträgerin, aktuell völlig unverdient. Europa stand mal für die Eindämmung sozialer Ungerechtigkeit und Diskriminierung, was allerdings nur für die Europäer zu gelten scheint. So als ob die Menschen in Europa was Besonderes wären und die anderen halt schauen müssten, wie sie zurecht kommen. 

Ich kann nicht behaupten, stolz darauf zu sein, dass ich Europäer bin, solange Menschen in Klassen aufgeteilt behandelt werden. 

Du solltest Dich schämen, Europa, genauso wie unsere Minister, die immer noch mit dieser schlechten Ausrede kommen, schämen Sie sich!

#wirhabenplatz #leavenoonebehind

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Mahnwache für Moria: 9.9. – 19 Uhr vor dem Rathaus Remscheid

Das Geflüchtetenlager Moria brennt. Diese Katastrophe erfüllt uns mit Trauer und Wut. Sie ist die Folge politischen Versagens. Europa muss endlich handeln, Deutschland muss endlich handeln. Wir fordern die sofortige Evakuierung des Lagers, damit die Menschen dieser Hölle entkommen. Wir haben schon lange ein Aufnahmeprogramm gefordert und wir sagen euch heute: Remscheid hat Platz.

Daher laden gemeinsam zur Mahnwache am heutigen Mittwoch, 09.09.2020, 19 Uhr, vor dem Remscheider Rathaus, Theodor-Heuss-Platz, ein:

  • Remscheid Tolerant
  • Seebrücke Remscheid
  • Aktion Muteinander
  • GRÜNE Remscheid
  • Die Linke.Remscheid

Vincent Amtmann
Seebrücke Remscheid

Facebook-Veranstaltung

Die Mahnwache ist bei Facebook als Veranstaltung hinterlegt. Über diesen Link: https://www.facebook.com/events/650057159239659/ gelangt man direkt dort hin. Bitte teilen Sie diesen Link, auch wenn Sie selbst nicht zur Mahnwache erscheinen können.

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Mahnwache am Teo Otto Theater

wir, das Aktionsbündnis „Seebrücke Remscheid“, führen zur Ratssitzung am 18. Juni ab 15 Uhr am Teo Otto Theater eine friedliche Mahnwache durch. Wir möchten auf die unmenschlichen Zustände in den Flüchtlingslagern und das Sterben im Mittelmeer aufmerksam machen. Alle Interessierten sind von Herzen dazu eingeladen sich durch Teilnahme an der Mahnwache mit der Initiative Seebrücke solidarisch zu zeigen. 

Unter dem Motto „Behandelt alle Menschen so wie ihr behandelt werden möchtet.“ hat die Seebrücke Remscheid eine Petition eingerichtet, die den Rat der Stadt Remscheid zum Beschluss auffordert, die Stadt Remscheid möge sich mit der Initiative Seebrücke solidarisch erklären und dem Bündnis „Städte Sichere Häfen“ beitreten, damit Remscheid, die Seestadt auf dem Berge, zu einem „sicheren Hafen“ für geflüchtete Menschen wird.

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Eine Heimat

Die Seebrücke Remscheid hat eine Heimat, ein „home“, nämlich diese neue Homepage: www.seebruecke-remscheid.de, gesponsert von der Aktion Muteinander. Viele Menschen, die auf der Flucht sind, sind auch auf der Suche nach einem Heim oder einer neuen Heimat, weil sie um ihr Leben oder das Leben ihrer Familie und Freunde bangen. Wir dürfen diese Menschen nicht zurück lassen. Lasst uns Remscheid gemeinsam zu einem sicheren Hafen machen. Jetzt.